Beim Cadet European Cup im tschechischen Teplice zeigten die hessischen Judoka eine starke Leistung auf internationaler Bühne. Besonders erfreulich: Gleich zwei Athleten konnten sich bis ins Finale vorkämpfen und jeweils die Silbermedaille sichern.

EC Templice Aaron

Foto: Fabian Keller


Aaron Keller (-50 kg) überzeugte mit einem beeindruckenden Turnierverlauf. Mit insgesamt fünf Siegen präsentierte er sich dominant, variabel und technisch auf hohem Niveau. Auch im Finale zeigte er eine starke Leistung und brachte seinen Gegner mit einer starken Technik zu Fall. Dieser wurde leider nur mit Waza-ari bewertet. Im anschließenden Bodenkampf musste er sich schließlich geschlagen geben. Trotz dieses unglücklichen Ausgangs ist der zweite Platz – insbesondere als jüngster Jahrgang – ein herausragendes Ergebnis!

 

EC Templice Dima

Foto: Frederick Jäde 


Auch Dmytro Matuznyi (-73 kg) erkämpfte sich souverän die Silbermedaille. Mit insgesamt sieben Kämpfen hatte er einen langen und anspruchsvollen Wettkampftag, an dem er sich gegen starke internationale Konkurrenz durchsetzen konnte. Im Finale lag er zunächst gegen einen brasilianischen Gegner mit Yuko in Führung, musste dann jedoch zwei Wertungen abgeben und verlor denkbar knapp.


Auch wenn zwei verlorene Finals zunächst bitter erscheinen, überwiegt die positive Bilanz: Zwei Medaillen bei einem European Cup sind ein großer Erfolg. In den vergangenen acht Jahren gelang dies lediglich einmal – umso bemerkenswerter ist dieses Ergebnis. Dominik Riedel, Coach und Landestrainer, ist zufrieden mit dem Ergebnis. Er hätte sich allerdings für die Athleten die Gold-Medaille gewünscht und freut sich auf dieses hervorragende Ergebnis aufzubauen. 


Neben den Medaillengewinnern gingen auch Xenia Geringer, Luisa Stock und Sophie Nebhuth an den Start. Sie mussten sich jedoch bereits in der ersten Runde geschlagen geben und schieden gegen starke internationale Konkurrenz aus dem Turnier aus.
Für das Team geht es nun noch bis Mittwoch in ein anschließendes Trainingslager, bevor die Heimreise ansteht.

 

Angelina Wolf

Referentin für Öffentlichkeitsarbeit

   
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